arm und reich

Vom Fischer und keiner Frau

Ein modernes Mysterienspiel. Im Gegensatz zum Märchen weist es nicht der Frau die Schuld zu, dass das Klima aufgrund von Gier immer extremer wird. Personen: der Fisch, der Arme und der Reiche. Der Fisch setzt den Protagonisten Worte vor, die beide sehr unterschiedlich als Werte interpretieren und deshalb völlig verschiedene Wege einschlagen. Am Ende dann eine große Überraschung!

Das geistige Klima

In Zeiten des Klimawandels ist ein Märchen, das immer extremeres Wetter thematisiert, hochaktuell. Welches geistige Klima liegt dem zugrunde? Das Märchen gibt darauf Antwort: unersättliche Gier verändert das Klima dramatisch. Kapitalismus, Globalisierung und Digitalisierung mögen ihre Vorteile haben, doch es gibt Schattenseiten.

“Arm und Reich” beschäftigt sich mit der Entwicklung des geistigen Klimas von heute und greift dabei weit in die Menschheitsgeschichte zurück. Etwa seit der Bronzezeit werden Menschen von einem Mangelbewusstsein beherrscht, das sie auch in der Fülle des Lebens nicht zufrieden macht: nie ist es genug, nie reicht es. Sie lassen sich immer wieder auf etwas heiß machen, um darauf hinzufiebern. Eine aufgeheizte, überhitzte Atmosphäre.

Es hängt vom eigenen Bewusstsein ab, ob etwas als Mangel oder als Fülle empfunden wird. Das eigene Bewusstsein ist vielleicht der einzige Bereich, den ein Mensch wirklich beeinflussen kann. Das geistige Klima lässt sich ändern. Vielleicht ist auch ein innerer Klimawandel ein Beitrag zum Klimaschutz.

Nächste Aufführungen:

07.11.19 Gottmadingen, Bücherstube Vielsmeier, 19.00 Uhr
28.01.20 CH – Rapperswil, Bücher Spatz, 19.30 Uhr
27.03.20 Radolfzell, CDC, 20.00 Uhr
28.03.20 Tübingen, Vorstadttheater, 19.30 Uhr

Presse:

“Gesellschaftskritik, die Herz und Verstand trifft.” (Südkurier Stockach 2019)

Arm und Reich ist ein politisches Stück mit offenem Ende: Menschen haben die Wahl, wie sie leben wollen.” (Weltexpresso 2019)

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die blumen des bösen?

Lust oder Verlust?

Ein modernes Mysterienspiel. Rotkäppchen pflückt Blumen und geht eigene Wege: Lust. Doch dann wird es von Schuldgefühlen aufgefressen , die sich als Großmutter verkleiden: Verlust. Eine Parabel auf innere Dogmen, die das Leben verleiden. Und der Jäger? Zum Glück gibt es ein Happy End.

Nächste Aufführungen:

19.09.19 München, Ars Musica im Stemmerhof, 20.00 Uhr
01.10.19 CH – Kreuzlingen, Museum Rosenegg, 19.00 Uhr
02.10.19 Radolfzell, CDC, 19.00 Uhr, Aufführung der Trilogie “Leave Paradise” im Rahmen der Kulturnacht Radolfzell (Part 2 um 20.15 Uhr, Part 3 um 21.30 Uhr)

 

Trailer:

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https://youtube.com/watch?v=TDSZW9d0nPU

Rotkäppchen

Die griechische Antike kennt den Mythos der blumenpflückenden Persephone, die von Hades, dem Gott der Unterwelt, geraubt wird.

Nach dem Psychoanalytiker Bruno Bettelheim geht es in diesem Märchen um den Widerspruch zwischen Lust- und Realitätsprinzip. Es ist auch möglich, den Weg Rotkäppchens von der Mutter zur Großmutter als sexuelle Initiation zu interpretieren. (Wikipedia)

Für den Psychiater Wolfdietrich Siegmund ermutigt das Märchen zum Durchhalten, wo man sich selbst nicht befreien kann, obwohl man nicht schuld ist. (Wikipedia)

Lust oder Verlust?

Die Performance zeichnet nach, wie Lust durch Dogmen zu Verlust wird. Rotkäppchen glaubt, sie sei schuldig, weil sie ihrer Lust folgt und Blumen pflückt. Eine ähnlich merkwürdige Zuordnung wie im Dogma von der Erbsünde, das kurzerhand alle Menschen für schuldig erklärt, weil Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis aßen.

Dieses Dogma hat in knapp zweitausend Jahren seine Spuren in der Geschichte hinterlassen. Westliche Gesellschaften haben unbewusste Schuldgefühle in den Knochen. So nimmt es nicht wunder, dass auch die Ökonomie von heute den Menschen weismacht, sie seien etwas schuldig. Das mächtigste Dogma heutzutage heißt Wirtschaftswachstum.

In einer Wirtschaft, die nur funktioniert, wenn sie ständig wächst, bleibt man immer etwas schuldig. Nie ist es genug. Aus der Erbsünde wird der Leistungsdruck des Kapitalismus. Für Lebensfreude und Lust hat das verheerende Folgen. Nicht nur Rotkäppchen wird aufgefressen von Arbeit, Verpflichtungen und Stress.

Zum Glück hat das Märchen ein Happy End. Rotkäppchen entkommt der Mühle, geht wieder eigene Wege und pflückt Blumen. Die Lust kehrt zurück.

Die Performance ist Teil eins der Trilogie “Leave Paradise”.

Presse:

“Beinahe faustisch zog Simon Weiland durch Religion, Philosophie und die Errungenschaften der modernen Zivilisation.” (Südkurier Stockach 2018)

“Kühne Assoziationen, Wortspiele und Gedankensprünge. Der Performer ist mal ein komischer, mal Gänsehaut erzeugender Sprachkünstler, der in keine Schublade passt.”  (Fuldaer Zeitung 2016)

“Man hätte eine Stecknadel fallen hören. Mucksmäuschenstill lauscht das Publikum Simon Weilands Reflexionen zum Märchenklassiker. Allein die Intensität, mit der Simon Weiland in blitzschnellem Wechsel das brave Rotkäppchen, den bösen Wolf oder den ewig prüfenden Gott mimt, hält die Gäste in Atem. Intensiv und irritierend.” (Südkurier Konstanz 2013)

Auszug:

Der Kardinalfehler

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friss, vogel, oder stirb!

Hotel Mama forever?

Ein modernes Mysterienspiel. Hänsel will nicht aus dem Hotel Mama in die Eigenständigkeit vertrieben werden. Er wird im goldenen Käfig gefüttert – von einer Hexe! Eine Parabel auf Mechanismen der Bevormundung im Informationszeitalter. Und Gretel?

Nächste Aufführungen:

08.09.19 Konstanz, Auferstehungskirche Litzelstetten, 17.00 Uhr
02.10.19 Radolfzell, CDC, 20.15 Uhr, Aufführung der Trilogie “Leave Paradise” im Rahmen der Kulturnacht Radolfzell (Part 1 um 19.00 Uhr, Part 3 um 21.30 Uhr).
17.10.19 Eigeltingen, Blumencafé, 18.00 Uhr

Trailer:

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https://youtube.com/watch?v=glHcoNgw24U

 

Hänsel und Gretel

Die eine Mutter setzt ihre Kinder im Wald aus (ab der 2. Auflage von Grimms Märchen heißt es “Stiefmutter”). Die andere päppelt die Kinder, bis sich herausstellt, dass sie eine Hexe ist. Was sind das für Mutterbilder? Doch trotz dieser “Rabeneltern” ist dieses Märchen äußerst populär.

Vielleicht, weil es um tief existentielle Fragen geht: Schlaraffenland vs. Mangel, Regression vs. Progression. Raben sind sehr fürsorgliche Eltern, nicht nur so lange ihre Jungen klein sind. Sobald sich die Kinder anschicken, flügge zu werden, werfen ihre Eltern sie aus dem Nest: Nesthocker bleiben oder fliegen lernen?

Hotel Mama forever?

Die Performance zeichnet einen Prozess der Entfremdung nach. Seit in den drei Buchreligionen das geschriebene Wort mehr gilt als die eigene Erfahrung, verlieren Menschen das Vertrauen in ihre innere Stimme. Mit Buchdruck und Industrialisierung beginnt die massenhafte Verbreitung von Medien bis hin zur Digitalisierung.

Was zunächst wie ein Schlaraffenland aussieht, entpuppt sich als Hexenküche. Fake News treiben ihr Unwesen, weil immer mehr Menschen den Kontakt zu sich selbst verlieren und lieber Experten und Gurus glauben als sich selbst. Mediale Bemutterung! Eine ganze Gesellschaft im Zustand der Regression.

Sich bevormunden lassen oder mündig werden? Hänsel und Gretel gelingt es, der Hexe zu entkommen, weil Gretel schließlich handelt. Indem sie sich nicht mehr von außen bestimmen lässt, sondern auf die eigene innere Stimme hört, wird sie wieder handlungsfähig. Das überträgt sich nicht nur auf Hänsel…

Die Performance ist Teil zwei der Trilogie “Leave Paradise”.

Presse:

“In seinen großen Momenten entfaltet “Leave Paradise” eine ungeheure Wucht.” (Südkurier Konstanz 2017)

“Weiland nimmt die Vielschichtigkeit der Märchen auf und verdeutlicht an ihnen die Komplexität des Lebens und des Todes: ‘Auch wer die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, wird einst den Löffel abgeben’.” (Gelnhäuser Neue Zeitung 2016)

Auszug:

Das Schlaraffenland

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wo viel licht ist…

Den Frosch küssen?

Ein modernes Mysterienspiel. Was ist ein Froschkönig? Der Frosch ist des Königs Schatten. Dieser kann seine dunkle Seite verdrängen, solange seine Tochter sich für ihn beherrscht. Doch dann knallt es. Eine Parabel auf den Machbarkeitswahn der Moderne.

Nächste Aufführungen:

02.10.19 Radolfzell, CDC, 21.30 Uhr Aufführung der gesamten Trilogie “Leave Paradise” im Rahmen der Kulturnacht Radolfzell (Part 1 um 19.00 Uhr, Part 2 um 20.15. Uhr).
04.03.20 Konstanz, Zimmerbühne, 20.00 Uhr

Trailer:

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https://youtube.com/watch?v=qmqNN3xwzdc

Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich

Ein ganz besonderes Märchen. Es ist das erste in der Sammlung der Brüder Grimm und dementsprechend exponiert. Auch ein Zusatztitel (der eiserne Heinrich) kommt in der Sammlung nur einziges Mal vor. Von der Mär, dass die Prinzessin den Frosch küsst, ist im Märchen dagegen keine Rede. Ganz im Gegenteil: er wird erlöst, indem er an die Wand geknallt wird.

Auf Wikipedia wird diskutiert, dass es sich für die Prinzessin um eine sexuelle Initiation handeln könnte, weil sie sich von ihrem Über-Ich (dem Vaterkönig) emanzipiert. Doch wofür steht der Frosch?

Eiserne Beherrschung

Die Performance zeichnet eine Begegnung mit dem Schatten nach. Zweitausend Jahre “Machet euch die Erde untertan!”, vermeintliche Herrschaft über die Natur, Kontrollillusion und Hybris (“Die Titanic ist unsinkbar!”) haben Schattenseiten: Treibhauseffekt und Klimawandel. Es ist zu heiß. Wo ist Kühlung zu finden?

Die Königstochter geht an den kühlen Brunnen im dunklen Wald und begegnet dem Schatten ihres Vaters: ein Frosch, der den Preis für die Allmachtsphantasien des Vater-König-Patriarchats bezahlt. In seiner kleinkindhaften Bedürftigkeit stößt der Frosch die Königstochter ab. Doch ihr Vater zwingt sie dazu, sich eisern zu beherrschen und dem Frosch zu willfahren. Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte: das patriarchale Paradies des Königs bleibt bestehen.

So nimmt es nicht wunder, dass Ende des 19. Jahrhunderts der Topos der froschküssenden Prinzessin aufkommt: die Herrschaftsverhältnisse werden subtil untermauert.

Im Märchen ist die Königstochter nicht so brav. Sie wird böse und knallt den Frosch an die Wand: aus dem Frosch wird ein Prinz. Es ist die Begegnung mit der eigenen Schattenseite, die Wandlung bringt. Der alte König dankt ab. Natur und Mensch atmen auf. Und die Königstochter hat im Königssohn einen Partner auf Augenhöhe.

Die Performance ist Teil drei der Trilogie “Leave Paradise”.

Presse:

“Mit einer packenden Montagetechnik aus dutzenden Gedankensprüngen und Verknüpfungen brachte Weiland eine ganz neue Form des Theaterspielens auf die Bühne.” (Südkurier Radolfzell 2019)

Auszug:

Der Frosch

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ein starkes stück

Die Maske abnehmen

Warum kommt es im Leben immer wieder zu Dramen und Szenen? Sind es Vorstellungen, die Theater machen? Sind Bretter, die die Welt bedeuten, ein Brett vorm Kopf?

In dieser Parabel auf den menschlichen Geist versucht ein Regisseur, einen Schauspieler in eine Rolle zu zwängen. Doch diesem gelingt es, sich von den Vorstellungen zu lösen.

Trailer:

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https://youtube.com/watch?v=6DK8fOHFBWg

 

Presse:

“Weiland ist ein Goldschmied der Worte.” (Weltexpresso 2017)

“Eine Reise ins Land der Träume mit Rückgriffen auf Wortspiele als Naturphänome.” (Gelnhäuser Neue Zeitung 2017)

„Anhand der Kain-und-Abel-Geschichte reflektiert Simon Weiland auf der Bühne über die Befindlichkeit des modernen Menschen.“ (Südkurier Konstanz 2016)

Auszug:

Der Regisseur

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diesseits / jenseits

Eine Liebeserklärung ans Diesseits

Ein Reigen sehr persönlicher Songs und Szenen über das Leben, über den Tod und die Grenze dazwischen. Wortwitz, tiefe Gefühle und mitunter sehr ungewöhnliche Gitarrenklänge.

Auszug:

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https://www.youtube.com/watch?v=uQxM_q4_sHk

bird

leave paradise

Wie in der griechischen Antike! Zum ersten Mal seit 5 Jahren wieder eine Aufführung am gleichen Tag: die Trilogie “Leave Paradise” am 02.10.19 in der Kulturnacht Radolfzell:
19.00 Uhr Die Blumen des Bösen?
20.15 Uhr Friss, Vogel, oder stirb!
21.30 Uhr Wo viel Licht ist…
Ort: Carl Duisberg Centrum Radolfzell

Die Stücke Die Blumen des Bösen? / Friss, Vogel, oder stirb! / Wo viel Licht ist… ergeben zusammen die Trilogie Leave Paradise, die öfter auch als Gesamtprojekt aufgeführt wird. 

Am Anfang des Projekts standen Träume und Imaginationen, die bis ins Jahr 1995 zurückreichen. Besondere Highlights:

März 2000: Urfassung im K9 Konstanz.
November 2013: Überarbeitete Fassung im Stadttheater Konstanz
24.05.2014: Alle drei Teile an einem Tag im Stadttheater Konstanz (in Anlehnung an die Aufführungspraxis antiken Theaters).
Frühjahr 2016: Aufführung der Trilogie bei den Lindauer Psychotherapiewochen.
Herbst 2016: Aufführung der Trilogie im Brüder Grimm-Haus Steinau.
Frühjahr 2017: Aufführung der Trilogie im Rahmen des Jubiläums “600 Jahre Konstanzer Konzil 2014 – 2018” (in Gedenken an den Gelehrten Hieronymus von Prag, der 1416 als “Ketzer” hingerichtet wurde).
2016 erschien eine Hörspielfassung von Leave Paradise in einer 3-CD-Box.

“In seinen großen Momenten entfaltet “Leave Paradise” eine ungeheure Wucht. Wörter werden in all ihren Bedeutungen gedreht und gewendet und so tun sich immer neue überraschende Verbindungen auf.” (Südkurier Konstanz 2017)

„Es ist ein ungeheurer assoziativer Parforceritt, mit dem Weiland sein gebanntes Publikum durch das Märchen treibt. Ohne sein Stück zu überfrachten, stellt er mit großer Leichtigkeit, doch ohne Klamauk und Mätzchen gesellschafts- und religionskritische Bezüge her.“ (Fuldaer Zeitung 2016)

“Die treffsicheren Wortsalven geben dennoch oft Anlass zum Lachen, weil sie eben so überraschend treffsicher sind.” (GNZ 2016)

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welttheater

welttheater war ursprünglich eine Performancetrilogie, die sich im Laufe der Jahre weiter entwickelt hat. Mittlerweile sind die Teile 1 und 2 in ein starkes stück zusammengefasst und Teil 3 hat sich in den Liederabend diesseits / jenseits verwandelt. Im Moment werden die Stücke auch nicht unter dem Namen welttheater gespielt. Vielleicht wird das Projekt eines Tages wieder als welttheater in drei Teilen zurückkehren. Bisher einzige Aufführung des Gesamtprojektes: Frühjahr 2016 im K9 Konstanz.

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