Im Kosmos der Träume

Kosmos heißt Ordnung. Träume erscheinen chaotisch. Doch gibt es Muster, die darauf schließen lassen, dass Träume sehr wohl strukturiert sind. Sie haben eine innere Ordnung: der Kosmos der Träume.

Der rote Faden in unseren Träumen wird durch neuronale Verknüpfungen zum „Stoff, aus dem die Träume sind“. Träume erzählen Geschichten und arbeiten mit Assoziationen, um Bilder dafür zu finden. Sprache eignet sich für solche Verknüpfungen besonders gut. Deshalb spielen Träume oft mit Worten. Die Handlungsstränge meiner Stücke arbeiten mit der gleichen kreativen Technik.

Träume greifen auch auf Allgemeingut zurück, um Geschichten zu entwickeln. Meine Performances gehen ähnlich vor. Auf der Bühne werden bekannte Märchen neu erzählt. Die traumähnlichen Wortspiele und Assoziationen verknüpfen die alten Stoffe mit aktuellen Themen und tauchen beide in ein neues Licht.

Noch etwas kennen wir aus unseren Träumen. Als Träumende sind wir allein. Doch im Traum nehmen wir vielerlei Gestalten an. In den Performances auf dieser Website spiele ich als ein einzelner Schauspieler verschiedene Figuren . Ein Traumgeschehen wird abgebildet.

Titelbild: was für träume! susanne rodler 2021
https://www.susanne-rodler.de/kunst.html

Foto: Gabriele Meseth