Über mich

Mein Weg zum Theater führte über die Musik. Ende der 80er komponierte ich komplexe Stücke und performte sie mit der Münchner Band „die sprache“. Es ging darum, Lyrik mit Progressive Rock zu verbinden. Dann begann ich, mich für Soloperformance zu interessieren (1990). Es folgten Klangexperimente mit verfremdeter Gitarre (1991 – 94). Beispiele für diese drei Kunstformen findest Du unten. Mit dem Umzug nach Konstanz kam dann der große künstlerische Einschnitt: ich entdeckte die Möglichkeiten des Theaters. Seit 1996 entstanden bis heute viele Performances mit einer Mischung aus Theater und Musik.

Als Autodidakt versuche ich, ganz auf das zu lauschen, was von innen kommt. So schreibe ich meine Theaterstücke, komponiere die Musik dazu und führe als Schauspieler gleichzeitig Regie. In anderen Bereichen hatte ich allerdings Lehrer: die Atemlehrerin Ingrid White und den Psychoanalytiker Georg Wachtler.

Bei Ingrid lernte ich das Wesen des Atems verstehen: der Atem kommt, der Atem geht und ich warte, bis er von selbst wieder kommt. In dieser einfachen Formel kann das Leben in all seiner Tiefe erfahren werden: Inspiration, Ausdruck und schöpferische Pause – wie im künstlerischen Prozess. Auch bei Georg tat sich eine ganze Welt auf: die Arbeit mit Träumen, Märchen und Symbolen! Auch das fließt seither in meine gestalterische Arbeit ein.

1963 in München geboren, studierte ich dort nach der Schule Literatur, Linguistik und Psycholinguistik und arbeitete bis 1994 bei VG WORT. Von 1994 – 2000 war ich in Konstanz als Atemtherapeut selbstständig. Mit Geburt meines Sohnes Jona sattelte ich auf Lehrer für Deutsch als Fremdsprache um. In diesem Beruf, der mir großen Spaß macht, bin ich noch heute im CDC Radolfzell tätig. Ich muss nicht von meiner Kunst leben, sondern trete sozusagen als mein eigener Sponsor auf. Kunst braucht einen guten Rückhalt, um in die Gesellschaft hinein wirken zu können. 

Ich lebe mit meiner Partnerin Susan Gönner zusammen. Sie schreibt Lyrik, filmt und komponiert ebenfalls: http://susan-goenner.de/ Als Paar bringen wir unser gemeinsames Projekt 2 sam auf die Bühne. http://2-sam.site/

Sprache, Stimme, Körper und eine Gitarre: damit gehe ich auf die Bühne und zeige mein Theater. Mir ist es wichtig, einfach und unabhängig zu sein. Deshalb verzichte ich auf Technik. Auftritte gibt es auf herkömmlichen Bühnen, in Kirchen, Buchläden, Museen und Cafés: Kunst findet überall statt!



Frühe Arbeiten

Notation der Vertonung des Gedichts „Meine Haltung“ von 1986. Das damalige Progressive Rock – Stück habe ich inzwischen für Streichquartett und Stimme umarrangiert. Es gibt aus der Zeit von 1985 – 1989 vier Gedichtzyklen für ein abendfüllendes Programm mit Streichern. Wenn jemand also ein Streichquartett kennt, das Interesse hat: bitte melden! Ich würde diese Musik sehr gerne mal wieder aufführen.

Ein Ausschnitt aus meiner ersten Soloperformance „Eine Feuertaufe“ (1990) im Feierwerk München

6 kleine Stücke für verfremdete Gitarre (1991): https://soundcloud.com/simon-weiland


„Die Grenze der Welt“ (2008)

Die 3-CD-Box Leave Paradise aus dem Jahr 2016 mit Hörspielversionen von „Blumen des Bösen“, „Friss, Vogel, oder stirb!“ und „Wo viel Licht ist…“. Weil sich die Fassungen gegenüber 2016 stark verändert haben, gibt es diese Box zu verschenken. Bei Interesse bitte über „Kontakt“ melden.